Wie jedes Jahr, in der ersten Woche der Herbstferien, fand auch dieses Jahr wieder eine Schulung für ehrenamtliche Mitarbeitende des CVJM Kreisverband Bünde statt. Insgesamt waren es 72 Personen die vom 09.-16.10.2021 nach Oldau, in das „Anne-Frank-Haus“, gefahren sind. Ein Team von 17 Referierenden, davon 14 ehrenamtlich (!), waren für die Inhalte der Schulungswoche verantwortlich.

Nach dem Ankommen, der Zimmerverteilung und einer gemeinsamen Begrüßung im großen Saal, ging es in die Kursgruppen zu einer ersten Kennlernrunde. Am ersten Abend folgte dann ein stimmungsvoller „Eröffnungsgottesdienst“, zum Thema „Hoffnung für alle“. Der nächste Tag, wie auch jeder andere in der Woche, startete mit einem kleinen Morgenimpuls für alle und dem anschließenden Frühstück. Für die Frühaufsteher bestand die Möglichkeit, schon vor dem Morgenimpuls, eine Stille Zeit zu besuchen. Neben der kurzen Auseinandersetzung mit einem kleinen Bibeltext standen Tee und Kaffee bereit, um angenehm in den Tag starten zu können.

An einem jeden Vormittag gab es unterschiedliche thematische und methodische Bibelarbeiten, in wechselnden Kleingruppen oder an zwei Vormittag gemeinsam eine „Dialog-Bibelarbeit“. Für eine Dialog-Bibelarbeit hatte sich im Vorfeld ein Referierende:r einen Bibeltext ausgesucht und den teilnehmenden Mitarbeitenden vorgestellt. Die Mitarbeitenden hatten dann die Möglichkeit persönliche Entdeckungen im Text zu machen und Fragen an den Referierenden zu stellen. Gerne wurden auch mal knifflige Fragen zum Text gestellt, um den Referierende entsprechend herauszufordern oder sogar aus der „Fassung“ zu bringen. Für den Fall, dass der Referierende mal keine direkte Antwort parat hatte, konnte er seinen „Blitz-Ableiter“ bitten, die Frage zu beantworten. Der Blitz-Ableiter war eine vorher unter den Mitarbeitenden ausgewählte Person, die dann entsprechend gefordert war und im Fokus alle anwesenden Mitarbeitenden stand.

Nach den Bibelarbeiten und einer kurzen Pause ging es dann weiter mit der ersten Vormittagseinheit weiter, die jeweils in den Kursen stattgefunden hat – genauso, wie jede weitere Einheiten.

In Oldau werden insgesamt vier verschiedene Kurse angeboten: Grundkurs (Einsteigerkurs) / Aufbaukurs / Aufbaukurs Plus / Leiterkurs (Abschlusskurs). Jeder Kurs hat unterschiedliche Schwerpunkte; wie zum Beispiel: wie bereite ich eine Andacht oder Bibelarbeit vor; Spielpädagogik; Rechtskunde; Gesprächsführung; Öffentlichkeitsarbeit oder Weltreligionen. Nach einer jeder Vormittagseinheit und dem anschließenden Mittagessen, war Zeit zur freien Verfügung. Die Mittagspause wurde oftmals von vielen genutzt, um sich auszuruhen oder auch zu Spielen. In den Pausen gespielt wurde oftmals Tischtennisrundlauf, manchmal begonnen mit mehr als 25 Personen pro Runde. Aber auch Indiaca oder Frisbee wurde ausprobiert.

Am Nachmittag gab i.d.R. zwei inhaltliche Seminareinheiten und dazwischen eine kleine Tee-Kaffee-Obst-Pause. Eine Seminareinheit dauerte immer 75 Minuten und wurde im Vorfeld vom Team der Referierenden vorbereitet.

Nach dem Abendbrot gab es eine weitere Einheit, die, bis auf eine Ausnahme, kursübergreifend angeboten wurde und kreativ, sportlich, musikalisch, spielerisch oder einmal auch inhaltlich gestaltet war: U.a. Armbänder knüpfen, Nightfrisbee, Singstar oder Doppelkopf.

Den Abschluss eines jeden Tages bildete ein besinnlicher Abendabschluss. Zum Abendabschluss kamen nochmal alle Personen im Saal zusammen. Neben einen Worshipteil gab es auch noch eine kurze Andacht, die ebenfalls vom Team der Referierenden gestaltet war.

Der Ablauf eines jeden Tages in Oldau war damit sehr ähnlich, dennoch gab es auch ein paar Ausnahmen und Highlights: die sogenannten „Doppelaktion“ war eine davon. Wie der Name schon beschreibt, sind die Doppelaktionen zwei Einheiten an einem Nachmittag. Zur Auswahl stand hier: Kanu fahren auf der Aller; Kegeln; ein Geländespiel oder Shoppen in der Stadt Celle. Darüber hinaus fand an einem Abend der Spieleabend statt. Ausgangspunkt war ein gemeinsamer Flug und plötzlicher Flugzeugabsturz. Über eine aufgebaute „XXL-Riesenrutsche“ mussten alle Mitarbeitende aus dem Flugzeug kommen und weitere knifflige Spielaufgaben in Kleingruppen lösen. Dank eines Spenders konnte die Riesenrutsche mitgenommen werden. Die Nutzung war für viele Mitarbeitende ein spaßiges Überraschungsmoment.
Zum ersten Mal in Oldau gab es für alle Mitarbeitenden die wollten eine „Nachtaktion“, die im Anschluss an den Abendabschluss stattgefunden hat. Alleine oder auch zu zweit hatten die Mitarbeitenden die Möglichkeit von einem Startpunkt aus einen Waldweg entlangzugehen. Unterwegs warteten unterschiedliche Herausforderungen und Überraschungen auf die teilnehmenden Mitarbeitenden. Am nächsten Tag gab es für die Teilgenommenen der Nachtaktion einen kurzen pädagogischen Input, u.a. was bei Nachtaktionen zu beachten sei.

Am letzten Abend folgte ein inspirierender „Segnungsgottesdienst“ zum Thema Aufbruch. Jede:r Mitarbeiter:in erlebt immer wieder unterschiedliche Aufbrüche: im Mitarbeitersein, aber auch im Privaten, in der Schule oder auch in der Ausbildung. Immer wieder stehen wir vor Herausforderung damit umzugehen. Unser christlicher Glaube kann uns allen ein Vorbild sein, auch in guter Weise mit Aufbrüchen und Umbrüchen umzugehen und diese nicht nur als negative Erlebnisse wahrzunehmen.

Angekommen am letzten Tag sind alle Mitarbeitenden und Referierenden voller Freude und neuen Erfahrungen in die Busse und Bulli´s gestiegen und wieder gut in Bünde angekommen. Dankbar und zufrieden blicken wir zurück auf eine Woche in Oldau und freuen uns schon insgeheim aufs nächste Jahr 🙂

 

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