Dem Regen getrotzt!

Unser persönliches Highlight von heute: Das Abendessen. Der ganze Tag war von Sonnenschein, blauem Himmel und kurzen Hosen geprägt – wunderbares Zeltlagerwetter eben. Was dann passierte, konnte höchstens der Wetterfrosch vorhersehen, leider hat er uns nicht gewarnt. Das komplette Lager war zum Abendessen im Tageszelt versammelt, als es auf einmal anfing leicht zu tröpfeln. Das wurde zunächst kaum von jemandem beachtet, die Hintergrundgeräusche hielten an und übertönten das leichte Tröpfeln des Regens. Auf einmal wurde es von jetzt auf gleich laut, nicht von den Kindern, der Regen hatte zugelegt. Es gallerte ohne Ende und die ersten Mitarbeiter waren zu sehen, wie sie ohne Regenjacke, in kurzer Hose, quasi dem Sommeroutfit, nach draußen rannten, um die Zelte zu schließen. Fast hat es sich angefühlt, als säßen alle im Inneren einer Trommel und jemand würde mit seinen Drumsticks ein Solo spielen. Der erste Schock und vielleicht auch ein kleines Grinsen vor Aufregung, wegen des ersten starken Regens, war auf den meisten der Kindergesichtern zu erkennen. Jetzt kommt die Wendung: Das erste Wasser läuft unter das Tageszelt, als das Mädchenlager ein Lied anstimmt. „Groß ist unser Gott“ wird gesungen, Mädchenstimmen erfüllen das Tageszelt, gepaart mit dem Regen, der für die richtige Stimmung sorgt. Beim nächsten Jungscharlied stimmen auch die Jungen mit ein, Tassen werden im Takt gekloppt und feuern die Mitarbeiter an, die Schlicker-Schitze und Gräben graben, damit das Wasser abläuft.

Langsam nimmt der Regen ab und wir lernen daraus, dass man sich alles schöner gestalten kann. Regen, auch in starker Form, gehört im Zeltlager einfach dazu, kann sogar Spaß machen. Es kommt nur ganz darauf an, was man daraus macht.

 

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